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Bilingualer Unterricht - Französisch

Im Sommer 2007/08 haben wir an unserer Schule die ersten zweisprachigen Klassen eingerichtet.

Seit dem Schuljahr 2010/11 besteht in jeder Klassenstufe die Möglichkeit für die Teilnahme am bilingualen Unterricht im Fach Französisch. Die Parallelklassen/-gruppen werden weiterhin im Rahmen der Integrierten Fremdsprachenarbeit in Englisch (1 Unterrichtsstunde/Woche) unterrichtet.

Etwa die Hälfte der bilingualen Spracharbeit wird in französischer Sprache erteilt. Die Schüler erwerben die Fremdsprache vorwiegend mündlich. Lesen und Schreiben haben eine unterstützende Funktion. Die Lern- und Leistungsentwicklung im Französischen wird in einem Sprachenportfolio dokumentiert.

Es wird angestrebt, dass die Schüler nach ihrer Grundschulzeit über grundlegende kommunikative Kompetenzen in der französischen Sprache verfügen sowie einfache Redemittel bewusst einsetzen. Sie sollen in der Lage sein, wesentliche Informationen zu vertrauten Themen zu verstehen und aktiv an kleineren Gesprächen teilzunehmen. Es gilt, bei den Schülern eine allgemeine Sprachmotivation aufzubauen sowie ihre Neugier gegenüber anderen Sprachen zu wecken.

Ziel ist die Bildung und Erziehung von weltoffenen, toleranten Kindern.  

Mit Beginn des Schuljahres 2017/18 haben wir ein Pilotprojekt gestartet. Demnach gibt es keine ausgesprochene bilinguale Klasse mehr. Unsere Erstklässler werden in eine gemeinsame Jahrgangsstufe 1 eingeschult. Hier werden Stammgruppen gebildet, in denen auch unsere Bili-Kinder integriert sind, welche sich dann gezielt zur französischen Spracharbeit mit der Französischlehrkraft zusammenfinden.

Organisations- und Zeitrahmen

 

In allen zweisprachigen Klassen/Gruppen unterrichten Lehrpersonen mit deutscher und französischer Muttersprache. Dabei wird den Schülerinnen und Schülern ein auf Sachwissen gestütztes Eintauchen in die Fremdsprache eröffnet.

Der Anteil der französischen Spracharbeit orientiert sich an den Handreichungen für Grundschulen mit zweisprachigem Unterricht (2012). In der ersten Jahrgangsstufe beträgt er sieben Unterrichtsstunden. Bis zum Ende der Grundschulzeit erhöht sich die Unterrichtszeit in Französisch auf mindestens zehn Stunden.

Der Unterricht in französischer Sprache erfolgt an unserer Schule vorwiegend in den Fächern Sport, Musik, Bildende Kunst und Sachunterricht, jedoch auch in Mathematik.

Erfahrungen über die Sprachentwicklung bei den Kindern

Methodische Grundlage ist das „Immersionsverfahren“ (Sprachbad), ein ganzheitliches Eintauchen in Sprache und Kultur. Französisch ist die Umgangs- und Arbeitssprache, auch wenn die Kinder diese zu Beginn nicht kennen. Sie erschließen sich die Sprache selbst, aus dem Zusammenhang. Die Lehrperson unterstützt alles, was sie sagt, durch Handlung, Gestik, Körpersprache und anschaulichem Material. Reime, Lieder, Rituale und immer wiederkehrende Formeln werden von Beginn an verwendet und befähigen das Kind schnell, die Sprache in bestimmten Kontexten zu benutzen. Diese Methode ähnelt dem natürlichen Spracherwerb. Das Lernen geschieht spielerisch und das Kind wächst mit der Sprache auf. Es bekommt eine positive Einstellung zur Fremdsprache. Anhand eines kleinen Grundwortschatzes kann es bald einfache Situationen und Redewendungen verstehen und sich mitteilen.

Bevorzugte und erfolgreiche Arbeitsformen

Im zweisprachigen Unterricht eignet sich für die Vertiefung der Zweitsprache das Konzept der Integrierten Fremdsprachenarbeit. Das ganzheitliche Lernen ermöglicht einen kindgerechten Spracherwerb. Der Unterricht ist sehr handlungsbezogen, themen- und situationsorientiert aufgebaut. In unserer Schule wollen wir zudem medienorientiert arbeiten und dem Kind den direkten Umgang mit aktuellen und originalen Materialen aus Frankreich ermöglichen.

Anhand von französischen interaktiven Lernspielen können die Schüler kindgemäß z.B. die kulturellen und landeskundlichen Besonderheiten des Landes entdecken. Hierfür steht ein Raum mit mehreren Computer-Plätzen, Videos, Bücher und CDs zur Verfügung. Anhand eines Sprachenportfolios (Ordner, den Schüler und Lehrer führen.) hat die Lehrkraft Aufschluss über den individuellen sprachlichen Lernstand jedes Kindes.

Wir pflegen eine Zusammenarbeit mit einer Partnerschule im Elsass in Form von gemeinsamen Ausflügen  und kleinen Projekten aufzubauen. Angebote u.a. von der Deutsch-Französische Gesellschaft (wie z.B. das Forum Récitation) werden gerne angenommen und fließen in die schulische Arbeit ein. Zudem finden regelmäßige Schulausflüge nach Frankreich statt, bei denen wir meist Treffen mit den Schülern der Partnerschule mitorganisieren.

 

Wir wünschen uns, dass unsere Arbeit in der Grundschule an den weiterführenden Schulen fortgesetzt werden kann.